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Leuchtturm

In der Kategorie „Leuchtturm“ dreht sich alles um Kinder- und Jugendbücher und die Autorinnen und Autoren, die diese Bücher schreiben. Hier findet ihr auch die Blogbeiträge zu meinem Projekt Autoren Dingsda, bei dem Autoren ihre Bücher auf YouTube vorstellen können.

Autoren Dingsda – Update

Wie alles begann…

Nachdem ich im September 2014 mein erstes Jugendbuch veröffentlicht hatte, tauchte ich erstmals in die Buchwelt ein und erlebte so manche Diskussion zu Problemen im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. Das Thema packte mich, ich wollte irgendetwas beitragen und gründete Anfang 2017 den YouTube-Kanal Autoren Dingsda, auf dem Kinder- und Jugendbuchautor*innen ihre Bücher vorstellen konnten. Ich hatte auf ein Gemeinschaftsprojekt gehofft, aber dazu kam es nicht. So startete ich allein mit Elan, hatte Spaß an der Technik, am Design und vor allem an den Gästen, die ich mir einlud. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon länger ein kleines, externes Büro angemietet – ideal für die Dreharbeiten und um Kolleg*innen dort übernachten zu lassen.

…was dann passierte…

Zur Buchmesse 2017 wurde der Bundeskongress Kinderbuch (BuKo) als Zusammenschluss deutschsprachiger Kinder- und Jugendbuchautor*innen gegründet. Ich war bei der Gründung dabei und glücklich, dass es endlich eine Vereinigung gab, die sich für unsere Interessen stark machte. Ende 2017 musste ich mein externes Büro aufgeben. Ich richtete mir ein Kellerbüro ein, aber im Grunde ziehe ich wie früher mit dem Laptop umher und suche einen Platz, an dem ich in Ruhe arbeiten kann. Dreharbeiten oder Übernachtungen von Besuchern waren nun nicht mehr möglich. Immerhin, so dachte ich, trifft man die Kolleg*innen häufig im Jahr bei Buchmessen, Tagungen, Stammtischen und beim Bundeskongress. Bei diesen Gelegenheiten könnte man doch leicht mal ein Buch ins Bild zu halten und ein paar Worte dazu zu sagen. Aber so einfach war es dann doch nicht. Ich merkte selbst, wie sehr solche Unterbrechungen störten und wie es mich stresste. Also machte ich erst mal keine Videos mehr. Im Frühjahr 2018 war ich an der Organisation der Podiumsdiskussion des BuKo zum Thema „Lesen im 21. Jahrhundert“ beteiligt, in diesem Jahr bin ich im Orga-Team für den Bundeskongress. Ich fand Möglichkeiten, mich zu engagieren und vermisste meinen YouTube-Kanal nicht.

…und wie es nun weitergeht

Nachdem ich nun fast zwei Jahre kaum Inhalte für den Kanal produziert habe, stellte ich mir in den letzten Wochen häufiger die Frage, wie ich mit dem Projekt weitermachen will. Dass mein Herz noch immer daran hängt, spürte ich, als ich vor ein paar Tagen das Instagram-Konto autorendingsda umbenannte. Es fühlte sich falsch an, wie eine Täuschung der Follower. Ich habe schnell den alten Namen wieder angenommen. Aber ich weiß auch, dass ich im kommenden Jahr keine Zeit für das Projekt haben werde. Zwei Bücher warten darauf geschrieben zu werden. Ich habe die Betreuung zweier Jugendredaktionen übernommen und gebe so viele Workshops wie noch nie. Den Facebook-Kanal zum Projekt habe ich erst mal offline gestellt. Der YouTube-Kanal Autoren Dingsda bleibt vorläufig online, wenn auch inaktiv. Aber auf Instagram hab ich grad richtig Lust. Und deshalb habe ich beschlossen, dort weiter zu machen. Es wird persönlicher, aber ich hoffe auch zwischendurch kleine Beiträge mit meinen Autorenkolleg*innen und zu ihren Büchern machen zu können.

Instagram-Profil von autorendingsda

Als meine Kinder ein China-Loch buddelten

Keine Ruheräume, keine freie Zeit

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich von der Podiumsdiskussion zum Thema „Lesen im 21. Jahrhundert“ auf der Leipziger Buchmesse berichtet. Es gab einige Reaktionen und ausnahmslos alle bezogen sich auf die Frage von Kinderbuchautor Andreas Schlüter, wann und wo Kinder denn heute lesen sollen. Seiner Erfahrung nach seien sie oft den ganzen Tag in der Schule und dort gäbe es keine Ruheräume. Das Thema bewegt also. Auch mich, aber nicht nur wegen des Lesens.

Wann hat es angefangen, dass Kinder ganztags beaufsichtigt waren? Weiterlesen

Ist Deutschland bereit fürs Lesen?

Am 15. März gab es auf der Leipziger Buchmesse eine Podiumsdiskussion zum Thema „Lesen im 21. Jahrhundert – Ist Deutschland bereit?“

Eingeladen hatte der Bundeskongress Kinderbuch, der Zusammenschluss professioneller deutschsprachiger Kinderbuchautor*innen. Gekommen waren mehr als 200 Besucher. Auf dem Podium saßen Vertreter aus Buchhandel, Verlagen, Politik, Forschung und Lehre, sowie eine Autorin und ein Autor. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Journalisten René Wagner.

Foto: Irene Margil

Anlass war zum einen das Ergebnis der IGLU-Studie 2016, wonach es über die letzten Jahre einen dramatischen Anstieg an Nichtlesern auf 20 Prozent gab. Zum anderen gibt aber auch die besorgniserregende Zahl von 7,5 Mio funktionalen Analphabeten in Deutschland. Damit sind Menschen gemeint, die nicht flüssig lesen und schreiben können. Weiterlesen