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Premierenlesung

Premierenlesung aus FALCON: Gefahr aus der Luft

Premierenlesung aus „FALCON: Gefahr aus der Luft“

Zum ersten Mal aus einem Buch lesen

Die erste Lesung aus einem neuen Buch ist immer besonders. Hat man die richtigen Stellen ausgewählt? Kommen die Geschichten drumherum gut an? Funktioniert die Technik, stimmt die Zeitplanung? Und überhaupt, welche Wirkung hat das Buch auf die Zuhörer?

Für die Premierenlesung aus „FALCON: Gefahr aus der Luft“ hatte ich mir etwas Besonderes ausgedacht: Ich wollte mein iPad einsetzen und begleitend kurze Filme einstellen oder im Hintergrund Bilder an die Wand werfen. Schwerpunkt der Lesung sollte das Greifvogel-Thema des Buches sein. Ich hatte mir von dem Macher des Films „Die Rückkehr der Wanderfalken“, Klaus Weißmann, die Erlaubnis eingeholt, die erste Minute seines Films zeigen zu dürfen. Außerdem hatte ich Bilder von dem Falkner-Kurs dabei, den ich im September letzten Jahres gemacht hatte. Auf diese Weise wollte ich die Lesung nicht nur lebendig gestalten, sondern auch Wissen über die Wanderfalken vermitteln.

Auf Einladung des Hamburger VorleseVergnügens

Die erste Lesung aus „FALCON: Gefahr aus der Luft“ durfte ich auf Einladung des Hamburger VorleseVergnügen machen und das an sich ist schon besonders. Ein Lesefestival von Autoren für Autoren, und das jetzt schon im 5. Jahr! Die Kolleg*innen legen viel Wert darauf, dass sich die Autor*innen wohlfühlen. Alles ist zuverlässig organisiert und auch der Austausch untereinander wird gefördert. Während der gesamten Festivalzeit gibt es einen Stammtisch auf einem Restaurantschiff auf der Alster und am Vorabend der Lesung habe ich dort ein Abendessen mit netten Kolleginnen und Kollegen in wunderbarer Atmosphäre genossen.

Bei der Baugenossenschaft Finkenwärder Hoffnung

Da die Macher vom VorleseVergnügen versuchen, Spielorte in ganz Hamburg auszusuchen. Daher gab es in den fünf Jahren schon Lesungen an über 30 verschiedenen Örtlichkeiten, davon einige sogar in Zügen oder an anderen ungewöhnlichen Orten. Am Morgen des 20. Juni wurde ich von meiner Kollegin Katja Reider abgeholt und wir fuhren mit dem Bus nach Finkenwärder. Ich durfte bei der Baugenossenschaft Finkenwärder Hoffnung eG lesen und es war zu vermuten, dass es dort einen ganz normalen Raum mit Beamer geben würde. So war es denn auch, der Raum war perfekt und ich hatte sogar einen Techniker zur Seite, der sich um Mikro, Beamer und Co. kümmerte.

Eine 7. und eine 8. Klasse

Meine Lesung war für Schüler ab der 6. Klasse angekündigt worden, aber man weiß nie genau, wer zu den Veranstaltungen kommt. Als die Schüler kamen, waren wir überrascht: eine 7. und eine 8. Klasse. Ich hatte noch nie für eine 8. Klasse gelesen und meine Autorenkolleg*innen erzählen oft, wie schwierig es sei, diese Altersgruppe für Literatur zu begeistern. Aber mein Thema machte es mir leicht. Wanderfalken sind einfach spektakulär: Sie sind mit bis zu 400 Stundenkilometern die schnellsten Tiere der Welt! Sie können auf acht Kilometer eine Taube erkennen, brüten auf nackten Felsen und betrachten die Hochhäuser in unserer Städten als Felsenlandschaft, in der es idealerweise Futter in Gestalt von Tauben im Überfluss gibt. Wer kann da schon widerstehen? Spätestens mit der Szene, in der Cosmo die Drohne vom Himmel holt, hatte ich auch die Großen gepackt.

Fragen über Fragen

Nach dem Leseteil kamen ganz viele Fragen und ich konnte noch ein bisschen Bonusmaterial aus meinem Falkner-Kurs zeigen. Die Fütterung der Falken mit Eintagsküken faszinierte die Jugendlichen besonders. In Gefangenschaft werden Falken beim Füttern gleichzeitig trainiert. Man zerrupft die Küken und füttert die Einzelteile, indem man die Tiere zwischen zwei Falknern hin- und herschickt. Wenn der Falke den Rumpf frisst, platzt der im Eintagsküken noch vorhandene Eidotter und ergießt sich gerne mal über die Hand der Falknerin. Ein bisschen eklig, aber genau das wollen die Kids natürlich hören. Zum Schluss gab es noch signierte Lesezeichen und natürlich bekam jeder, der wollte, eine persönliche Widmung.

Fazit

Die Premierenlesung hat prima geklappt und das Schwerpunktthema Greifvögel funktioniert auch noch ganz wunderbar bei Schülern der 8. Klasse. Das Lesen mit iPad-Unterstützung war lebendig und leicht, selbst bei speziellen Fragen konnte ich schnell aus dem Fundus meiner iPad-Bilder das richtige hervorzaubern. Bei der Baugenossenschaft Finkenwärder Hoffnung habe ich mich richtig wohl gefühlt und das Hamburger VorleseVergnügen ist sowieso großartig und bestens organisiert. Wer gerne mehr sehen will, sollte sich durch die Impressionen auf der Homepage durchklicken. Weitere Infos zu „FALCON: Gefahr aus der Luft“ findet ihr in diesem Blogbeitrag oder auf dieser Seite.

Fotos vom Hamburger Vorlesevergnügen: Frank Siemers