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Podiumsdiskussion: „Lesen im 21. Jahrhundert“

Eine Podiumsdiskussion auf der Leipziger Buchmesse über die Zukunft des Kinder- und Jugendbuchs. Braucht man die eigentlich und wie kam es überhaupt dazu?

 

Das Team

Als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, eine Podiumsdiskussion auf der Leipziger Buchmesse auf den Weg zu bringen, war ich erst mal hin- und hergerissen. Was für eine Möglichkeit, etwas zu bewegen! Aber auch eine riesige Verantwortung und ganz viel Arbeit. Und schließlich: Konnte ich mir mit meiner geringen Erfahrung als Kinderbuchautorin überhaupt inhaltlich so eine Veranstaltung zutrauen? Doch konnte man so eine Gelegenheit vorbeiziehen lassen, zumal wir Freiheit in der Themenwahl hatten? Wenn, dann wäre das nur im Team zu leisten, in einer Mischung aus Experten, alten Hasen und fleißigen Helfern. Um es kurz zu machen, ich möchte das Team hier gerne einmal vorstellen:

René Wagner, Journalist und unser Moderator
Heike Stepprath, Pressereferentin Bundeskongress Kinderbuch
Andreas Schlüter, Kinderbuchautor
ich selbst, Andrea Rings, Kinderbuchautorin

Beratend zur Seite standen uns Angela Bernhardt, Kinderbuchautorin und Salah Naoura, Kinderbuchautor. Wir haben sechs Projekte ausgewählt, die von Kolleginnen und Kollegen ins Leben gerufen wurden, und die während der Podiumsdiskussion vorgestellt werden sollen. Hier erhielten wir viel Unterstützung von den Verantwortlichen und aus den Regionalgruppen der Kinderbuchautoren. Ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Vorbereitung beteiligt waren.

Die Vorbereitung

Grundlage unserer Überlegungen war ein Ergebnis aus der IGLU-Studie, wonach es immer mehr Kinder gibt, die gar nicht lesen.

Andreas Schlüter hierzu: „Wir müssen uns um die dramatisch gestiegene Zahl der NICHTLESER kümmern. Dazu ist eine größere Vielfalt nötig. Meine These: Verlage, Buchhändler, Leseförderer stürzen sich auf die, die ohnehin schon lesen. Denn ihnen kann man leichter Bücher verkaufen. So kommen auch die Schwerpunktsetzungen und Spitzentitel zustanden und die Bestseller-Trends. Um aber ALLE Kinder zu erreichen, braucht man ein vielfältigeres Angebot, um auch diejenigen anzusprechen, denen es eher schwerfällt, ein Buch zu kaufen.“

Es mussten Schwerpunkte gesetzt, mögliche Teilnehmer gefunden und der öffentliche Auftritt der Veranstaltung geplant werden. Nach einer spannenden Vorbereitungszeit stehen jetzt das Programm und die Teilnehmer fest.

Die Podiumsdiskussion

Und darum soll es nun gehen (aus unserer Presseerklärung):

Lesen im 21. Jahrhundert: Ist Deutschland bereit?

Die Zukunft des Kinder- und Jugendbuchs

Der Bundeskongress Kinderbuch lädt zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Lesen im 21. Jahrhundert: Ist Deutschland bereit? – Die Zukunft des Kinder- und Jugendbuchs“ ein. Auf der Leipziger Buchmesse steht dafür am Donnerstag, 15. März ab 17:00 Uhr die Lesebude 1 in Halle 2 zur Verfügung. Eingeladen sind Vertreter aus Handel, Verlagen, Politik, Autoren und Journalisten, um über die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren.

Der im März 2017 gegründete Bundeskongress Kinderbuch ist der Zusammenschluss deutschsprachiger Kinder- und Jugendbuchautoren. Aktuell gehören diesem stetig wachsenden Netzwerk mehr als 150 professionelle Autorinnen und Autoren an.

Obwohl jedes Jahr mehr Bücher für Kinder und Jugendliche angeboten werden, nimmt die Vielfalt in der Kinder- und Jugendliteratur stetig ab. Das Ergebnis der IGLU-Studie 2016 zeigt einen über die letzten Jahre dramatischen Anstieg an Nichtlesern auf 20 Prozent. Um den damit einhergehenden gesellschaftspolitischen Auswirkungen entgegenzuwirken, suchen die Diskussionsteilnehmer nach Wegen, die junge Leser motivieren, zum Buch zu greifen.

Gesellschaft und Politik haben die Aufgabe, nach Lösungen zu suchen, um eine größere Vielfalt in der Kinder- und Jugendliteratur zu fördern und die jungen Nichtleser fürs Lesen zu begeistern. „Kulturschaffende müssen hierbei unbedingt mit einbezogen werden“, so der Vertreter des Bundeskongresses Andreas Schlüter.

Es diskutieren:

Andreas Schlüter (Bundeskongress Kinderbuch)
Alice Pantermüller (Kinderbuchautorin)
Esther Hoffman (KJB Fischer Verlag)
Wiebke Schleser (Buchhandlung Buchsegler Berlin)
Dr. phil. Jana Mikota (Universität Siegen, KinderundJugendmedien.de)
Jessica Heller, (Leipziger Stadträtin, Mitglied der CDU-Fraktion Leipzig)

Moderation: René Wagner (Journalist)

Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele zu der Veranstaltung kommen würden. Außerdem werde ich versuchen, einen Videomitschnitt von der Podiumsdiskussion zu machen und auf meinem YouTube-Kanal Autoren Dingsda hochzuladen (kann aber nichts versprechen). Und ganz bestimmt werde ich hier in meinem Blog darüber berichten.

 

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